Baar verliert im Innerschweizerderby auswärts gegen ein ambitioniertes Kriens klar mit 3:7. Einmal mehr bleibt der mehrfache Olympiateilnehmer, Seniorenwelt- und Europameister Ding Yi (A20) im Team der Baarer ungeschlagen.

 

Die Baarer reisten ohne grosse Hoffnung auf mehr als einen Punkt nach Kriens. Die Personaldecke bei Baar ist nach diversen Verletzten extrem dünn, insbesondere unter der Berücksichtigung, dass Stammspieler aus der 1. Liga nur zweimal in der höheren Klasse antreten dürfen, um weiter in der 1. Liga spielen zu können. So wurde für dieses Spiel Thomas Bürge (B11) aus der Mottenkiste aufgeboten, welcher sich nach wie vor  ohne Training in der 1. Liga als Ersatz zur Verfügung stellt. Trotz engagiertem und gutem Spiel verlor er gegen René Ortner (A18) in drei Sätzen, den dritten Satz immerhin in der Verlängerung. Auch Rolf Nölkes (B14) wusste gegen Philip Merz (A17) zu gefallen, gewann er doch den 2. Satz. Keine Mühe bekundete Ding Yi (A20) gegen Jan Trampus (A16) und gegen René Ortner, gewann er doch klar in drei Sätzen. Anschliessend verloren Bürge gegen Merz und Nölkes gegen Trampus jeweils in drei Sätzen.

Das Doppel Ding/Bürge gegen Ortner/Merz war lange Zeit ausgeglichen. Nach Satzausgleich hatte Baar im 3. Satz Satzball, den Kriens mit Kantenball abwehrte. Auch der 4. Satz war eng, Kriens gewann diesen 11:8. Stand vor der letzten Runde: 2:5 für Kriens!

Gespannt wartete man auf das Duell der bisher ungeschlagenen Spieler, dem 20-jährigen Youngster Philip Merz und dem 59-jährigen Senior Ding Yi. Auch wenn dem wieselflinken Merz einige spektakuläre Punkte gelangen, das variationsreiche und aggressive Penholderspiel von Ding konnte er nicht parieren und verlor klar in drei Sätzen. Zum Schluss zeigte Nölkes gegen Ortner noch einmal Zähne und verlor nach gewonnenem 2. Satz äusserst knapp in vier Sätzen.

Mit diesem Punktgewinn etabliert sich Baar auf dem 5. Tabellenrang, 2 Punkte vor Aarberg und Young Stars ZH.  Aarberg, der nächste Gegner von Baar, hat eher überraschend Young Stars besiegt. Ein harter Kampf steht also bevor.  Die Abstiegsgefahr ist noch lange nicht gebannt.

 

Philipp Dossenbach

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